LANCOM Support Knowledgebase
Dokument-Nr. 0705.1809.1920.LGOE - V1.10
ARF: Einrichten lokaler Netze mit unterschiedlichen Netz-ID´s
Beschreibung:
Dieses Dokument erläutert Parameter und Funktionen des Features „
A
dvanced
R
outing and
F
orwarding“. ARF ermöglicht die Virtualisierung von LANCOM Routern. Je nach Gerät können bis zu 64 vollständige, unabhängige virtuelle Netze definiert werden.
Diese Netze verfügen unter anderem über unabhängige eigene Schnittstellen, IP-Netze, Routing-, Firewall-und QoS- Regeln, DHCP- Server und DNS-Einstellungen. Dadurch ergeben sich mit einem einzelnen Router eine Reihe von Einsatzszenarien, für die bisher mehrere dedizierte Geräte nötig waren.
Vorraussetzungen:
Die aktuelle LCOS-Version und
die aktuellen LANtools
Die aktuelle LCOS-Version für Ihren LANCOM erhalten Sie
hier
.
Die aktuellen LANtools erhalten Sie
hier
.
Szenario:
Ziel ist es, auf der LAN-Seite des Routers drei Netzwerke einzurichten, die miteinander kommunizieren können.
Die einzelnen LAN-Ports und logischen WLAN´s werden den jeweiligen Netzen zugeordnet.
Netz 1: Schnittstellen ETH 1 (LAN-1) und logisches WLAN 1, Netz-ID: 172.16.1.0
Netz 2: Schnittstellen ETH 2 (LAN-2) und logisches WLAN 1-2, Netz-ID: 172.16.2.0
Netz 3: Schnittstellen ETH 3 und ETH 4 (LAN-3 und LAN-4), Netz-ID: 172.16.3.0
(Bei ältere Geräten kann auf dem Gerät statt der Bezeichnung ETH-x noch LAN-x vorhanden sein.)
Vorgehensweise:
Die Konfiguration erfolgt über LANconfig.
Für das Beispielszenario wird ein LANCOM 1811 Wireless DSL verwendet.
Will man mehrere LAN-Ports zu einem Netz verknüpfen, reicht es aus, sie demselben LAN (LAN-1 bis LAN-4) zuzuordnen. Standardmaßig gehören alle LAN-Schnittstellen zum LAN-1.
Will man LAN-Schnittstellen mit logischen WLAN´s zu einem Netz zusammenfassen, muss man die LAN-Schnittstelle und das logische Wireless-LAN in einer Bridge-Gruppe zusammenfassen.
Schritt 1: Zuordnung der Schnittstellen zu den Netzen:
Öffnen Sie die Konfiguration Ihres Routers mit LANconfig.
Weisen Sie die Ethernet-Schnittstelle 1 dem logischen LAN-1 zu.
Weisen Sie die Ethernet-Schnittstelle 2 dem logischen LAN-2 zu.
Weisen Sie die Ehternet-Schnittstellen 3 und 4 dem logischen LAN-3 zu.
Verknüpfen Sie das logische WLAN-1-1 mit dem logischen LAN-1 über die Bridge-Gruppe BRG-1.
Verknüpfen Sie das logische WLAN-1-2 mit dem logischen LAN-2 über die Bridge-Gruppe BRG-2.
Eine Bridge-Gruppe für die Schnittstellen ETH-3 und ETH-4 ist nicht notwendig, da diese bereits als logisches LAN-3 zusammengefasst sind.
Schritt 2: Zuweisung der IP-Nummern zu den Netzen:
Definieren Sie die IP-Adressen des Routers für die einzelnen Netze.
Geben Sie dem Netzwerk einen Namen.
Weisen Sie dem Router eine IP-Adresse und eine Netzmaske für dieses Netzwerk zu.
Ordnen Sie dem Router die logischen Schnittstellen zu, für die die IP-Adressen Gültigkeit haben soll. (BRG-1, BRG-2, LAN-3)
Die vordefinierten Netze "Intranet" und "DMZ" können hierbei ignoriert werden. Diese entsprechen den bisherigen Bezeichnungen in LCOS-Version < 7.x.
Schritt 3:
Definieren Sie den DHCP-Server für die IP-Vergabe.
Hierzu muss jeweils der unter Schritt 2 definierte Netzwerkname in den DHCP-Bereich aufgenommen werden.
Wenn Sie im DHCP nur den Netzwerknamen angeben, nutzt der Router den gesamten IP-Bereich des jeweiligen Netzes zur Adressvergabe. Leergelassene Parameter, wie z.B. die IP des Standard-Gateways werden automatisch durch die passenden Werte des LANCOM Routers ergänzt.
Abschluss:
Konfigurieren Sie das logische WLAN-1-1 und WLAN-1-2, um auch hierüber einen Zugriff auf den Router zu ermöglichen.
Prüfen Sie die Konfiguration durch eine Verbindung mit den einzelnen LAN-Ports und einen Zugriff über die beiden WLAN´s.
Musterkonfiguration:
Hinweise:
Zu den einzelnen Punkten können Hilfetexte eingeblendet werden indem Sie auf der rechten oberen Bildseite auf das Fragezeichen klicken.
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